Was der erhöhte Satz bringt
Der KMU-Aufschlag hebt den gesetzlichen Fördersatz von 25 % auf 35 %. Zusammen mit der seit 2026 geltenden 20-%-Gemeinkostenpauschale auf die direkten Kosten ergibt das für KMU eine effektive Förderung von bis zu 42 % der direkten F&E-Kosten. Bei 500.000 € direkten Kosten sind das rund 210.000 € pro Jahr – deutlich mehr als die 150.000 €, die ein Nicht-KMU (effektiv 30 %) erhält.
Wer als KMU gilt
Maßgeblich ist die EU-Definition für kleine und mittlere Unternehmen. Vereinfacht: weniger als 250 Beschäftigte und entweder höchstens 50 Mio. € Jahresumsatz oder höchstens 43 Mio. € Bilanzsumme. Wichtig: Verbundene und Partnerunternehmen werden anteilig mitgerechnet – eine Beteiligung durch einen großen Investor kann den KMU-Status beeinflussen.
Status vorab klären
Gerade bei Startups mit Investoren oder bei Konzernstrukturen lohnt es sich, den KMU-Status vor dem Antrag sauber zu prüfen. Wer den erhöhten Satz zu Unrecht ansetzt, riskiert später eine Korrektur; wer ihn fälschlich nicht ansetzt, verschenkt Förderung.