Die Grundformel
Im Kern ist die Rechnung simpel: Du nimmst deine direkten förderfähigen F&E-Aufwendungen eines Jahres und rechnest den Fördersatz darauf – 25 % für die meisten Unternehmen, 35 % für KMU. Seit 2026 kommt eine 20-%-Gemeinkostenpauschale auf die direkten Kosten hinzu; bei KMU ergibt sich daraus eine effektive Förderquote von bis zu 42 %. Den größten Posten bilden in der Regel die anteiligen Personalkosten der Mitarbeitenden, die an Entwicklungsprojekten arbeiten.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, ein KMU beschäftigt fünf Entwickler, die zu 60 % an förderfähigen F&E-Projekten arbeiten, bei durchschnittlichen Jahrespersonalkosten von rund 80.000 €. Die anteiligen F&E-Personalkosten betragen dann etwa 240.000 € (5 × 80.000 € × 60 %). Bei einer effektiven KMU-Förderung von 42 % (35 % Fördersatz plus 20-%-Gemeinkostenpauschale) ergibt das rund 100.000 € Forschungszulage – pro Jahr, und rückwirkend für mehrere Jahre.
Steigen die förderfähigen Kosten auf 500.000 €, sind es bereits rund 210.000 € jährlich. Die tatsächliche Höhe hängt von der genauen Abgrenzung der förderfähigen Tätigkeiten ab.
Vom Schätzwert zur echten Zulage
Die überschlägige Rechnung zeigt dir die Größenordnung. Für die tatsächliche Beantragung müssen die F&E-Anteile sauber abgegrenzt und dokumentiert werden – genau hier entscheidet sich, wie viel am Ende anerkannt wird. Einen schnellen Schätzwert liefert dir auch der Förder-Rechner von Seedwise.