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Forschungszulage für Softwareentwicklung: wann SaaS und KI förderfähig sind

🕑 6 Min. LesezeitAktualisiert: Juni 2026

Gerade Software-Teams unterschätzen die Forschungszulage – oft zu Unrecht. Entscheidend ist nicht die Programmiersprache, sondern ob echte technische Unsicherheit gelöst wird.

🎯 Das Wichtigste in Kürze

Wann Software förderfähig ist

Maßgeblich ist, ob ein Entwicklungsvorhaben eine technische Unsicherheit löst, deren Ergebnis zu Beginn nicht feststeht. Das ist häufig der Fall bei neuartigen Algorithmen, Skalierungs- und Performance-Problemen ohne bekannte Lösung, KI-/ML-Modellen mit ungewissem Ergebnis oder der Integration von Systemen unter neuen technischen Bedingungen.

Was nicht zählt

Nicht förderfähig ist Software-Arbeit ohne Forschungsrisiko: die Anwendung etablierter Frameworks nach Schema, reines Customizing, Standard-Webentwicklung, Konfiguration bestehender Systeme oder Wartung. Die Grenze verläuft zwischen „technisch unsicher, Ausgang offen" und „bekannt, nur umzusetzen".

Die Abgrenzung sauber treffen

In der Praxis steckt in vielen Software-Projekten ein förderfähiger Kern, eingebettet in viel Routine. Die Kunst ist, genau diesen Kern zu identifizieren, ihn vom Rest abzugrenzen und den Forschungscharakter nachvollziehbar zu beschreiben – statt das ganze Projekt pauschal als „innovativ" zu deklarieren.

Häufige Fragen

Ist KI-Entwicklung bei der Forschungszulage förderfähig?

Sie kann es sein, wenn die Entwicklung mit echter technischer Unsicherheit verbunden ist – etwa bei neuartigen Modellen oder Verfahren mit ungewissem Ergebnis. Die reine Anwendung bestehender KI-APIs ohne eigenes Forschungsrisiko zählt dagegen nicht.

Ist Standard-Webentwicklung förderfähig?

In der Regel nein. Die Umsetzung bekannter Verfahren mit etablierten Frameworks trägt kein Forschungsrisiko. Förderfähig wird es erst, wenn technische Unsicherheiten gelöst werden, für die es keine bekannte Lösung gibt.

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