Wann Software förderfähig ist
Maßgeblich ist, ob ein Entwicklungsvorhaben eine technische Unsicherheit löst, deren Ergebnis zu Beginn nicht feststeht. Das ist häufig der Fall bei neuartigen Algorithmen, Skalierungs- und Performance-Problemen ohne bekannte Lösung, KI-/ML-Modellen mit ungewissem Ergebnis oder der Integration von Systemen unter neuen technischen Bedingungen.
Was nicht zählt
Nicht förderfähig ist Software-Arbeit ohne Forschungsrisiko: die Anwendung etablierter Frameworks nach Schema, reines Customizing, Standard-Webentwicklung, Konfiguration bestehender Systeme oder Wartung. Die Grenze verläuft zwischen „technisch unsicher, Ausgang offen" und „bekannt, nur umzusetzen".
Die Abgrenzung sauber treffen
In der Praxis steckt in vielen Software-Projekten ein förderfähiger Kern, eingebettet in viel Routine. Die Kunst ist, genau diesen Kern zu identifizieren, ihn vom Rest abzugrenzen und den Forschungscharakter nachvollziehbar zu beschreiben – statt das ganze Projekt pauschal als „innovativ" zu deklarieren.